Geschichtliches zur Loge

Unsere Loge, die Johannis-Loge "Zum rothen Adler" stellt sich Ihnen vor:

Die Loge wurde am 14. Mai 1774 gegründet (gestiftet). Stifter waren drei Brüder der Loge "Zur goldenen Kugel". Erster Logenmeister war der Bruder Georg Ludwig Bockelmann. Ihm wurde am 25. April 1774 von der Grossen Landesloge der Freimaurer von Deutschland der "Erlaubniß Schein" zur Stiftung der Tochterloge mit dem Beinamen "Zum rothen Adler" erteilt.

Um Ihnen, lieber Besucher, einen groben Überblick über die Freimaurerei zu ermöglichen, haben wir eine kleine Zeittafel erstellt:

1717 Gründungsjahr der Freimaurerei in England
1729 Beginn der freimaurerischen Tätigkeit in Hamburg unter der Großloge von England
1737 Gründung der ältesten deutschen Freimaurer-Loge in Deutschland Loge d’Hambourg in Hamburg, heute Absalom zu den 3 Nesseln
1739 Aufnahme Friedrichs des Großen (noch als Kronprinz) zum Freimaurer in die Loge Loge d’Hambourg in Braunschweig
1770 Gründung der Grossen Landesloge der Freimaurer v. Deutschland, Freimaurer-Orden, durch Br. Kellner von Zinnendorf in Berlin
1774 Schutzbrief für die Grosse Landesloge der Freimaurer v. Deutschland durch Friedrich den Großen
1774 Stiftung der Loge "Zum rothen Adler" zu Hamburg
1853 Erwerb des Logenhauses am Valentinskamp No. 74
1907 Baubeginn zum neuen Logenhaus durch die Johannislogen Zu den 3 Rosen, Zur goldenen Kugel, Zum Pelikan, "Zum rothen Adler", Boanerges zur Bruderliebe, Zur unverbrüchlichen Einigkeit nach den Plänen der Architekten Brüder Gerhardt, Schomburgk, Strelow
1909 Einweihung des neuen Logenhauses nach 3-jähriger Bauzeit an der Moorweidenstraße in Hamburg
1935 Verbot der Freimaurerei und Enteignung durch das Naziregime
1948 Wiederaufnahme der freimaurerischen Arbeit in der Johannisloge "Zum rothen Adler" zu Hanburg
1958 Zusammenschluss der deutschen Großlogen zur Vereinigten Grossloge v. Deutschland
1974 200-jähriges Stiftungsfest der Loge "Zum rothen Adler"
1999 225-jähriges Stiftungsfest der Loge "Zum rothen Adler"

Über die Ereignisse, die zur Logengründung führten, ist vieles genau bekannt. Hervorgegangen ist sie aus der bereits bestehenden Loge "Zur Goldenen Kugel". Drei Brüder dieser Loge, ein Arzt, ein Kapitän und ein Kaufmann, waren in Berlin und haben sich von der zuständigen Grossen Landesloge der Freimaurer von Deutschland zur Gründung einer neuen Loge die Genehmigung erteilen lassen. Die Stiftung der Loge erfolgte am 14. Mai 1774 im Logenzimmer der Logen "Zu den drei Rosen" und "Zur Goldenen Kugel" in einem Haus an der Bleichenbrücke. Der erste Logenmeister, Br. Bockelmann, war "jüngerer Domherr" (canonicus minor).

Wichtig für die geistige Grundlage dieser Loge "Zum Rothen Adler" und die Logenordnung des Freimaurer-Ordens im Allgemeinen ist das "schwedische System". 1767 hatte Br. v. Zinnendorf aus Stockholm Unterlagen erhalten, die seinen Vorstellungen von den Aufgaben der Freimaurerei entsprachen.

Schon 1768 gründete v. Zinnendorf seine erste Loge in Potsdam. Der Zusammenschluss weiterer Logen bildete sodann die Grosse Landesloge der Freimaurer von Deutschland, für die Friedrich der Große 1774 den anfangs erwähnten Schutzbrief erstellte.

Der "Rothe Adler" hat sich durch die Jahrhunderte, trotz aller Widrigkeiten und Rückschläge, bis hinein in unsere heutige Industrie-Gesellschaft behauptet.

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