Allgemeines zur Freimaurerei

Freimaurerei will mit Lehre und Brauchtum, das bedeutende und wertvolle Elemente aus verschiedenen Kulturen und Epochen in sich vereinigt hat, den Menschen zum Guten verändern.

Eine der eigenwilligsten menschlichen Schöpfungen sind die Freimaurerlogen. Sie verdanken ihren Ursprung den englisch-schottischen Steinmetzsozietäten des Mittelalters. Deren schlichtes, einprägsames Brauchtum hat sich auf dem Kontinent mit dem esoterischen Wissen der Jahrtausende und den ehrwürdigen Traditionen der europäischen Ritterorden verbunden. Das symbolträchtige Schicksal des einst mächtigen Tempelherrenordens hatte besonderen Einfluss auf die Ausformung einiger freimaurerischer Ordnungen.

Freimaurerei ein Kirchenersatz?

Die Loge ist kein Kirchenersatz. Sie stellt ethische Gesinnung in den Vordergrund. Das Denkgebäude der christlichen Freimaurerei ist keine hochwissenschaftliche Lehre, die etwa nur von Philosophen verstanden werden kann. Alles in der Freimaurerei ist von Menschen gedacht und für die Menschen gemacht, schließlich hat sie ihren Ursprung auch bei "einfachen" Steinmetzen. Beim gemeinsamen Essen der Brüder bei der Tafelloge und bei gelöster freundschaftlicher Unterhaltung zeigt sich, dass Freimaurer lebensbejahende Menschen sind, die gern fröhlich feiern und dabei es immer noch verstehen, gepflegte Unterhaltungen zu führen.

Das "Geheimnis"

Viel wird vom "freimaurerischen Geheimnis" gesprochen. Viel wird darüber spekuliert. Was ist denn nun dieses Geheimnis?

Das sogenannte "freimaurerische Geheimnis" erfährt jeder Freimaurer ganz individuell auf seine Weise. Geheimes gibt es bei der Freimaurerei nicht. So sind die Gepflogenheiten, Traditionen und Ursprünge der freimaurerischen Logen in jeder guten Bibliothek nachzulesen. Es gibt keine Dogmen, jeder Freimaurer kann sich auf seine ganz persönliche Eigenart weiterentwickeln und auf Wunsch von erfahrenen Logenbrüdern dabei angeleitet werden.